Mobile Stuff #5

Yeah, yeah, mobile. I get it. Everything’s mobile these days. LET’S GO MO-BILE! – das schreibt Michael Arrington nölend-ungeduldig bei Techcrunch in einem Jahresend/Jahresanfangs-Posting: I´m Bored. What´s Next? Deswegen kurz ein Blick nach vorn und dann zurück in die Gegenwart.

Die Zukunft des Mobile Journalism in einigen Jahren wird meiner Ansicht nach u.a. stark durch Wearable Devices geprägt sein. Eines der prominentesten Beispiele ist sicherlich das Google Glass-Projekt. Selbstverständlich werden so dann Live-Übertragungen vom Sichtfeld des Reporters. An dieser Stelle mag man einwenden a) das ist viel zu verwackelt b) das erledigen sowieso bereits Roboter c) das Militär macht das ja eh schon.

Wer mehr über den Status Quo des Projekts wissen will. Hier gibt es ein aktuelles Interview mit Babak Parviz, dem Head of Google Glass. Hier noch einmal die DVF-Fashion Show vom September 2012. Und hier eine Anleitung wie man sich eine günstige Variante der Google-Brille selber baut. Sehr schön hier fand ich den Satz: But when the batteries drained a few hours later and I took the prototype off, I had a feeling of loss.

Der rasende Reporter von 1926 (Egon Erwin Kisch in einer Collage von Umbro) wird mit gut hundert Jahren Verspätung also Realität. Rechts und links neben ihm rasen allerdings andere mit den selben Gerätschaften. Denn die sind genau wie Smartphones NICHT explizit für Journalisten gebaut worden. Wer da mit seinem Selbstverständnis als Journalist nicht mitkommt, dem bleibt nur ein trauriges Gespräch mit dem menschgewordenen Mobiltelefon: How Cell Phones Become Human The current generation of kids won’t remember a world in which you can’t have a conversation with your phone.

Als Ergänzung und nach vorne gerichtetes Motto ganz schön: We shouldn’t be trapped into a world that’s defined by 20th-century journalism technologies. Das schreibt Reg Chua von Thomas Reuters in dem Artikel The New Normal in dem auch Hobbit-Fans auf ihre Kosten kommen. Wenn man sich dann auf die Ebene reiner Spekulation begibt, liest sich The iWatch Could Be The First Step In Apple’s Plan To Kill The iPhone recht interessant. Denn: There is a line of thinking that the smartphone era will perish almost as quickly as it began. Bis es so weit ist, können wir hier aber noch ausführlich über Smartphones als gegenwärtige Ausstattung von mobilen Reportern sprechen.

Und damit zurück in die Gegenwart der letzten zwei Monate. Die habe ich mit einer ganzen Reihe von Workshops gefüllt. Erkenntnis 1: In deutschen Redaktionen passiert in Sachen Mobile Reporting gerade eine ganze Menge. Begeistert war ich vom Einsatz mobilen Geräts beispielsweise bei der Badischen Zeitung in Freiburg. Egal ob iPad Mini, Android oder iPhone – mit der richtigen Einstellung („Ausprobieren“) entstehen wenn man will journalistische Produkte die man nicht von traditionellen Ergebnissen unterscheiden kann. Wenn man nicht will, hilft auch das schönste Gerät nichts. q.e.d. Erkenntnis 2: Der Bedarf und das Interesse an Fortbildung ist vorhanden und wächst weiter. Da mögen Fortgeschrittene lästern, freudig überrascht war ich aber trotzdem über inzwischen 125 RTs meines Artikels im Journalist: 10 Dinge die Journalisten mit ihrem Smartphone ausprobieren sollten.

Ansonsten gab es – natürlich – eine ganze Reihe weiterer Artikel zum Thema – mit Titeln wie „Journalists Creating Killer Content with Smartphones“. Recht umfassend Bericht erstattet wurde rund um die Mobile reporting session im Rahmen der britischen news:rewired Konferenz Mitte Dezember. Die meisten Beispiele sind hier bereits in der ein oder anderen Form schon mal aufgetaucht. Aber der Übersichtlichkeit halber gerne noch mal: 5 examples of iPhone journalism from BBC 5 live’s Nick Garnett mit Luci Live, Dejero und Voddio. Sehr nützlich auch die von Garnett zusammengestellten Tips on mobile journalism. Und noch mehr konkrete Tipps hier zum Thema Video: How to Shoot Video from a Smartphone Like a Pro mit diesem Video.


Und sonst?

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