Mobile Stuff #7

3D gedruckter Tripod Mount - http://www.thingiverse.com/thing:43974

Sitze gerade in Hannover auf der Cebit. Das heiße Eisen –  zumindest beim Publikum – sind hier dieses Jahr 3D-Drucker. Bei Spiegel Online gibt es einen ganz guten einführenden Test des Replicator 2. Was das jetzt mit Mobile Reporting zu tun hat? Auf Thingiverse einer guten Quelle für dreidimensionale Druckvorlagen habe ich das oben abgebildete iPhone 4 Tripod Mount gefunden. Da beispielsweise die Stadtbibliothek Köln bereits einen öffentlich zugänglichen 3D-Drucker bereitstellt, kann man ab jetzt relativ günstig ergänzendes Mobile Reporting Werkzeug selber ausdrucken. Die Kosten betragen in Köln pro Druck einmalig 5 Euro plus 10 Cent pro Gramm Rohmaterial. Das wird aber ganz definitiv günstiger werden!

21 Links habe ich in den letzten fünf Wochen zum Thema Mobile Reporting zusammengeklaubt. Eine bunte Melange aus Argumentationshilfen für renitente Kollegen (OSCAR-nominierter Film mit iPhone gefilmt oder How Oklahoma Students Beat the Press with Mobile Coverage of a Tornado), neuen Gadgets (New PhoGo-Case-For-iPhone-5 oder Fostex AR101),  zahlreichen Berichten aus dem immer mainstreamiger werdenden Bereich Smartphone-Photographie (India, Instagram and a smartphone oder #iphoneonly oder im AFP Blog Hipstamatic: too hip for photojournalism?), etc. etc. etc. etc. Und außerdem: Gab es auch noch einen MediaShift Twitter Chat on #iPhoneReporting, den man sich bei Storify in Gänze geben kann.

Nachdem die BBC kürzlich (Vgl. Mobile Stuff #4) das erste Mal live via Smartphone und der App Dejero+ ins Studio gestreamt hat, ist nun SKY News nachgezogen. Und zwar mit dem First Intercontinental Live Video Broadcast from an iPhone using Dejero Mobile App. Wenn man mich fragt, einen wirklich spürbaren Unterschied zu anderen Liveschalten sehe ich da jetzt nicht direkt.

Aufgewacht ist jetzt auch die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland: “Die ARD will bei Großereignissen beweglicher werden. Korrespondenten können künftig mit ihrem Smartphone live auf Sendung gehen”, schreibt Daniel Bouhs am 7.2. in der taz. Und weiter:

“Mehrere Dutzend Reporter in den ARD-Studios im In- und Ausland seien bereits mit dem Modul ‘Mobile Reporter’ ausgestattet. Wird es aktiviert, zeichnen die Server in Hamburg direkt auf, was ein Reporter auf dem Monitor seines Taschenbüros sieht – die Kennung des Korrespondenten inklusive, zur Sicherheit.” Bin sehr gespannt was da rauskommt. Und einen kleinen Gadget-Tipp habe ich auch. Denn das SmartLav von Rode sieht so aus, als könnte es da gute Dienste leisten. Diese Besprechung hier ist auch ganz positiv. Und jetzt noch ein Werbevideo. Muss ich mal bald bestellen. Soll so um die 60 Dollar kosten.

Die Diskussion um Vine (Vgl. Mobile Stuff #6) geht übrigens noch ein bisschen weiter. Mal sehen wie lange noch. Hier ein lesenswerter Debatteneinwurf: Using Vine in the TV Industry, inkl. Advantages, Disadvantages und Conclusion. Schnell durchlesen bevor Posterous abgeschaltet wird!

Meine zwei ganz persönlichen Leseempfehlungen dieses Mal übrigens etwas vom Rand her gedacht. Erstens: PlayStation 4: A Videogame Console von Ian Bogost für den Atlantic. Was der mit Mobile Reporting zu tun hat? Er bringt auf einer Meta-Ebene Klarheit über den Status Quo der Gadget-Entwicklerei.

Zitat: “Maybe it’s time. Our gizmos and gadgets, our phones and laptops and tablets and videogame consoles justaren’t very special anymore. And counter-intuitively, that’s what’s so newly special about them: their familiarity, their ordinariness. Their ever-accelerating status as ground rather than figure. We mistakenly believe that the label “next generation” implies newness and innovation, a promise of the technological utopia we’ve been dreaming of. But if you pause to reflect on the matter, you’ll quickly realize that all those earlier generations were once next generations themselves, for some previously current generation.”

Und zweitens: Does Google Glass Spell The End Of The Smartphone Wars? Zitat: “In that sense the upcoming battle between the iPhone 5S and the Samsung Galaxy 4 is really about execution in the existing smartphone paradigm. The real innovation there is over.” Hier deutet sich an, dass das Smartphone als solches, wenn man so will “auserzählt” ist. Ob dem so ist? Mal sehen. Habe in den letzten Wochen zumindest deutlich mehr über Google Glass nachgedacht, als über das iPhone 6.

Und sonst?

1 Kommentar

  1. Pingback: Mobile Stuff #9 | Mobile Journalism

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