Mobile Stuff #10

Vice's Tim Pool using Google Glass

Hello again. Vier Monate lang ist hier auf der Seite nichts passiert. Die Welt hat sich weitergedreht. Das Smartphone in der Hand wird vermutlich weiter komplett überwacht, es gibt ein neues iOS-Betriebssystem bei dessen Bedienung manche Menschen angeblich seekrank werden. Es gibt neue Gadgets, Infoquellen, Beispiele und Material aus rund 135 Nettostunden die ich wild gestikulierend in Mobile Reporting Seminaren verbracht habe. Los geht´s.

Der Mann da oben auf dem Bild ist Tim Pool, der hier bereits ein paar Mal erwähnt wurde. Martin Giesler listet ihn hier noch mal mit auf, bezeichnet ihn als “echte Granate” und beschreibt ihn dann als den Prototypen des Reporters für das 21. Jahrhundert. Fair enough. Wer noch mal nachlesen mag wie Pool in Istanbul Google Glass genutzt hat, der findet beim Guardian den Artikel: How Vice’s Tim Pool used Google Glass to cover Istanbul protests.

Neben den noch sicherlich zahlreichen Diskussion über den konkreten Nutzen von journalistischen Cyborgs, kann man allerdings ganz lapidar beobachten, dass das Thema Wearable Devices langsam in den journalistischen Mainstream durchsickert. So bietet Poynter beispielsweise den Kurs Preparing Journalism for the Age of Wearable Devices an. Verwette all mein Geld, dass es 70 Prozent der Zeit dabei um Pool geht.

Bildschirmfoto 2013-10-19 um 11.08.37

Der Mann hier auf dem Bild bin ich. Bei meinem ersten und vermutlich letzten Auftritt als Experte in einer Jugendsendung die bei RTL ausgestrahlt wird. Wer es schafft den Beitrag über vegane Ernährung durchzuhalten, kann danach astreine Einstellungen vom Brandenburger Tor sehen, inkl. Gluthitze und Frisur. Yolo. Der gegenwärtige Status Quo von Mobile Reporting in Deutschland. Es wird überall gemacht. Meistens von Leuten die keine Journalisten sind. Und die Journalisten? Die machen das auch. Und reden sehr viel darüber.

Zum Beispiel die geschätzten Kollegen, die sich bei der Kreativlounge beim MIZ in Babelsberg versammelt haben. 59 Minuten und 9 Sekunden zum Thema. War leider terminlich verhindert, aber einige Tage vorher da, um praktisch in die Grundlagen des Themas einzuführen. Christian Jakubetz hat seine Spiegelreflex auf mich gerichtet. Noch mal Experte. Ton ab.

Und sonst? 5 reasons why all newsrooms should adopt mobile journalism. Ein Grund: Man hat das Telefon immer mit dabei. Richtig. Immer noch das zentrale Killerargument. Dazu dann die wenig verwunderliche Erkenntnis, dass technische Geräte schneller und besser werden. Hier ein Speedtest-Video. Für Freunde von Gadgets gibt es jetzt eine Möglichkeit zum besseren Blitzen. Marc von der BBC hat sich dafür ein iBlazr gekauft. Blitzen ist so eine Sache. Sofern möglich, würde ich ja auf die eingebauten Blitzmöglichkeiten verzichten. Werde mit der Zeit auch immer mehr zum Purist was externes Equipment angeht. Über die Auswahl kann man sich allerdings nicht mehr beschweren. Hier noch mal ein Phantom-gepowerter XLR-auf-Miniklinken-Adapter. Und wer möchte kann sein Telefon unterwegs auch mit Feuer aufladen: FlameStower. So oder so. Basics sind und bleiben wichtig. Basic iPhoneography Composition Tips: Rule of Thirds, Lines, Shapes and Shadows.

Das umfassendste und beste Dokument in dieser Mobile Stuff Ausgabe findet sich übrigens hier: 21 Tips for Mobile Ninjas. Einmal alles mit Links in einem Google Doc.

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Dieser junge Mann hier ist ein aktueller Volontär der Deutschen Welle. Er heißt Karsten. Zusammen mit ihm und anderen habe ich anderthalb Tage Mobile Reporting ausprobiert. Für allererste Versuche sind diese beiden Videos die die Damen und Herren angefertigt haben sehr sehr gut finde ich. Oder?

Korrektur: Habe hier letztes Mal über das Apogee Mic geschimpft. Nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Der Lightning to 30-pin-Adapter war Schuld. Merke: Kaufe niemals billige Ersatzware. So. Das reicht. Verzichten wir auf die anderen gefundenen Links. Die sind jetzt nicht so wichtig. Oder haben Sie oder Du sonst noch was tolles gesehen?

Na gut. Okay doch noch was.

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