Mobile Stuff #3

Keine sechs Wochen seit der letzten Linkzusammenstellung, aber es ist eine Menge passiert. Bei iBooks gibt es jetzt zwei Bücher zum Thema “Mobile Reporting”. Neben meinem eigenen kleinen deutschsprachigen Werk, findet man ab jetzt auch den “Mobile Reporting Field Guide“, den Richard Koci Hernandez zusammen mit Studenten der UC Berkeley Graduate School of Journalism zusammengestellt hat. In den Kapiteln Apps und Gear findet man Tests, Beispiele und Bewertungen gängiger Hard- und Software. Das alles multimedial und angenehm layoutet. Die 45 interaktiven Seiten kann man kostenlos herunterladen, wenn man ein iPad besitzt. Ansonsten gibt es hier ein PDF.

Bleiben wir noch kurz bei der Ausbildung. Mein geschätzter Kollege Guy Degen hat im Asia Blog der DW Akademie den sehr informativen Artikel Training mobile journalism – more than just apps (Part 2) veröffentlicht. Vor allem die Anmerkungen zum Thema “Planning and developing mobile reporting workflows” seien besonders empfohlen!

Auch die BBC verstärkt ihre Anstrengungen im Bereich Mobile Reporting. Marc Settle der am BBC College of Journalism im Bereich Smartphones und Social Media arbeitet, berichtet über “Smartphones for News: how the Academy is helping journalists get more mobile than ever“. Verlinkt sind sowohl Audio-, als auch Videobeispiel aus den Redaktionen.

Einen großen Schritt in Richtung “Mobile Reporting” hat das Wall Street Journal getan. Die mehr als 400 Reporter der gegenwärtig auflagenstärksten Tageszeitung in den USA können und sollen ab jetzt alle mit einer eigens für das WSJ angepassten Version der mobilen Video-App Tout kurze Aufsager, Interviews, Schwenks und Beobachtungen filmen und auf das eigens angelegte Portal WorldStream posten. “It is first and foremost an internal newsroom tool that the Journal has opted to make public”, schreibt Adrienne LaFrance im Nieman Lab. Markus Hündgen twittert: “Meine WAZ-Strategie von 2009 wird jetzt in den USA umgesetzt. Seufz.”

Ein schönes Beispiel für die Nutzung von Smartphones in Medienhäusern übrigens noch hier: When HuffPo UK found an iPhone more useful than a newsroom. Auf der Facebook-Seite des WDR jetzt übrigens auch Smartphone-Fotos. Zitat: “Da sag nochmal einer, man könnte mit dem Smartphone keine guten Fotos machen: Voilà, das vielleicht kleinste Luftschiff am heutigen Abendhimmel. Einen schönen Abend wünschen wir euch! (im)” 48 Likes. 8 Kommentare. 2 Shares.

Fotos mit dem Smartphone hat übrigens auch Dan Chung vom Guardian gemacht. Während der Olympischen Spiele in London hat er das Blog “Dan Chung´s smartphone Olympics” betrieben. Mit einem iPhone 4s, verschiedenen Linsen und hauptsächlich der App Snapseed, die ich Anfang des Jahres hier besprochen habe. Sind ein paar ganz schöne Bilder mit dabei.

Mehr und mehr Fotografen setzen auf das Smartphone. Killerargument: Man hat es immer mit dabei. Patrick O´Dell beispielsweise ist jetzt auch bei Instagram. Glyn Evans, the founder of the iPhoneography blog, and Marty Yawnick publisher of Life in LoFi, the iPhoneographer’s Network haben derweil das iPhoneographer´s Network gestartet.

Und hier steht wie man Instagram-Filter wieder wegbekommt. Nie schaden können weitere Tipps. Auf der Seite des Business Insider gibt es: Simple Tips That Will Make Your iPhone Photos 100 Times Better.

Unbedingt noch erwähnenswert sind auch die beiden ausführlichen Artikel von David McClelland:

Und sonst?
Interaktiver Mitmachteil: Fehlt was ganz Wichtiges?

 

Leave a Reply

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Top