Meine Top Apps

Listen, immer überall Listen. Das gibt Klicks, das gibt Likes. Snackable Content mit Mehrwert. Fünf Apps die ich empfehle, um journalistische Inhalte zu erstellen. Nichts Obskures, eher Klassiker – getestet, geprüft und für gut befunden. Und wie immer hier mit leichtem Fokus auf iOS.

Luma Fusion – Videoeditor / iOS

LumaFusion ist der leistungsstärkste multitrack Video-Editor, der jemals für Mobilgeräte entwickelt wurde“ – schreiben die Macherinnen und Macher. Recht haben sie. Es bleiben kaum Wünsche offen, denn Luma Fusion kann all diese Sachen die beispielsweise iMovie so nicht kann. Sinnvolles Arbeiten mit mehreren Spuren. Editieren von Hochformatvideo oder 360 Grad Videomaterial. Das Setzen von Keyframes. Nachträgliche Farbkorrektur oder das Ausspielen in diversen festen Framerates.

Aufgrund der Detailfülle nur mit Schmerzen auf kleineren Smartphones nutzbar, aber eine große Freude auf den größeren Brüdern und Schwestern. Dauert hier und da ein wenig, die Fülle der Möglichkeiten zu eruieren. Dabei hilft Eliot Fitzroy von Epic Tutorials. Sein in Häppchen eingeteiltes englischsprachiges Videotutorial hilft ungemein und lohnt den Kauf. Luma Fusion wird u.a. als Standardreportageapp von der Deutschen Welle verwendet und ist dort auf allen Reporterhandys vorinstalliert. Eine schöne Alternative für Android-Geräte ist Kinemaster. Wenn auch im Umfang nicht ganz so üppig ausgestattet, so doch zielführend einsetzbar.

Link: iOS 21,99 EUR

Filmic Pro – Videokamera / iOS & Android

„FiLMiC Pro v6 ist die fortschrittlichste Videokamera für Mobilgeräte überhaupt“ – schreiben die Macherinnen und Macher. Stimmt. Filmic ist eine sinnvolle Ergänzung zur eingebauten Kameraapp. Die Investition lohnt aus folgenden Gründen: Schön getrennte Einstellung von Belichtung und Fokus. Visueller Audiopegel.

Bei Bedarf u.a.: Manueller Weißabgleich und Presets. Für Freunde von Schärfenverlagerungen gibt es diverse manuelle Einstellungsmöglichkeiten und so genannte Live Analytics – ergänzende visuelle Hilfen, zum Beispiel um Über- und Unterbelichtungen zu vermeiden. Zudem können Fernsehschaffende die Framerate bereits bei der Aufnahme auf die Standards 25 oder 50 fps setzen. Filmic ist eine ideale Ergänzung zu Luma Fusion. Die App ist ebenfalls vielen Medienhäusern im Einsatz. Auch hier gibt es ein gutes Tutorial von Eliot Fitzroy.

Links: iOS 16,99 EUR / Android 12,99


Snapseed – Fotoeditor iOS / Android

„Snapseed ist ein von Google entwickelter professioneller Fotoeditor mit umfassenden Funktionen“ steht bei iTunes. Um genau zu sein, hat Google das Tool eingekauft und rundum erneuert. Herausgekommen ist eine Bildbearbeitungsapp die im mobilen Alltag kaum Wünsche offen lässt und nach kurzer Einarbeitungszeit ein einfach zu bedientes Füllhorn an Möglichkeiten bietet.

Für alle die es genau wissen wollen, hier ist eine Übersicht der Tools und Filter, inkl. „Reparieren“  um astreine Fake News zu produzieren und „Fokuseffekt“, falls man noch nicht über ein Smartphone mit schickem Porträtmodus verfügt.

Links: iOS kostenlos / Android kostenlos

Instagram – audiovisuelle Plattform iOS / Android

Die 2010 entwickelte Anwendung, gehört seit 2012 zu Facebook und hat im September 2017 laut eigenen Angaben über 800 Millionen Nutzerinnen und Nutzer, von denen rund 250 Millionen die neue Instagram Stories Funktion nutzen. Dazu zählen inzwischen auch, um hier mal willkürlich einige herauszupicken: die CSU, das Auswärtige Amt, der New Yorker, Werder Bremen, die NASA, das Wall Street Journal und ZDF Heute.

Noch tun sich einige Journalistinnen und Journalisten schwer, die bisweilen ungewohnten Gestaltungselemente (Hundeohren, Schlafbrillen und Glitzer) sinnvoll zu nutzen, aber wie immer hilft ausprobieren.

Links: iOS kostenlos / Android kostenlos

Street View – 360 Grad Fotos finden, nutzen und machen – iOS / Android

Eine perfekte Einstiegsapp in das Thema 360 Grad Fotos. Die kostenlose Google-App ermöglicht das Suchen und Anschauen von 360 Grad Fotoaufnahmen auf der ganzen Welt. Zudem können eigene 360 Grad Fotos ganz einfach mit der Smartphone-Kamera aufgenommen, zusammengesetzt und veröffentlicht werden.

Jede veröffentlichte Panoramaaufnahme kann danach genutzt und auf der eigenen Seite eingebettet werden. Zum Anschauen empfiehlt sich eine günstige Cardboard-Brille, um in den vollen Genuss der Rundumansicht zu gelangen.

Links: iOS kostenlos / Android kostenlos

Weitere App-Tipps gibt es bei meinem Seminar „Top Ten Apps“ am Forum Journalismus und Medien in Wien. Oder bald hier.

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